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By 12. April 2021No Comments

Terracotta – hochwertiges Material aus der Kraft der Natur

Als Namensgeber für einen bestimmten Farbton, aber vor allem für eine bestimmte Art von Tonware ist Terracotta bekannt. „Gekochte Erde“, was Terracotta frei übersetzt bedeutet, sind dabei unglasierte keramische Produkte.

In diesem Text erfahren Sie näheres über den Herstellungsprozess des Tons und die Vorteile, wenn Sie Ihre Pflanzen in Terracotta Töpfe oder Vasen einpflanzen. Außerdem geben wir Ihnen Tipps und Hinweise zur richtigen Pflege Ihrer Töpfe – für ein nachhaltiges Erlebnis und den langfristigen Genuss des hochwertigen Materials.

Die außergewöhnliche Optik des Terracotta Tons

Die Herstellung ist nicht sonderlich aufwändig. Das Material lässt sich leicht verarbeiten, muss dazu weder mehrmals gebrannt werden, noch benötigt man besonders hohe Temperaturen. Bei etwa 900 – 1000 Grad Celsius wird der Ton gebrannt, nachdem er zuvor in die gewünschte Form gebracht und verziert wurde. Grundsätzlich kommt der bereits in der Antike häufig verwendete Stein häufig vor, sodass es viele verschiedene Quellen gibt. Eine besondere Quelle ist das rund um die italienische Region Impruneta liegende Terracotta Vorkommen. Mit besonders hohen Anteilen an Mineralien, Aluminium, Kupfer und Eisenoxiden ist das dort zu findende Ausgangsmaterial besonders hochwertig das Impruneta Terracotta wird bei besonders hohen Temperaturen gebrannt und ist frostfest bis zu Minustemperaturen von 30 °C. Das Impruneta gilt somit als hervorragendes Material und ist entsprechend erheblich teurer als herkömmliche Terracotta Arten.

Vorteile eines Topfes aus Terracotta

Doch was sind nun die Vorteile, wenn man Terracotta mit beispielsweise Plastik als Topfmaterial vergleicht?

Pflanztöpfe, besonders solche für größere Pflanzen, sind deutlich schwerer. Was in erster Linie auf Grund der Immobilität wie ein Nachteil klingt, ist besonders bei großen, ausladenden Pflanzen ein enormer Vorteil. Die Töpfe aus Terracotta sind deutlich standfester und reduzieren die Windanfälligkeit der Pflanze. Um die schweren Töpfe besser bewegen zu können empfiehlt sich ein Rollbrett oder ähnliches.

Von dem Gewicht abgesehen ist ein wichtiger Vorteil der Terracotta Produkte die natürliche Entwässerung, für die der Topf sorgt. Durch die Wände diffundiert Feuchtigkeit nach außen, die Gefahr von Staunässe und Wurzelfäule wird so deutlich reduziert. Ideal ist diese Eigenschaft für Pflanzen, die nur einen geringen Wasserbedarf haben, beispielsweise Kakteen. Pflanzen mit höherem Wasserbedarf müssen in einem Terracotta Behälter entsprechend regelmäßiger gegossen werden. Ein weiterer Aspekt, der für einen hochwertigen Terracotta Topf spricht, ist dessen Langlebigkeit. Während Plastiktöpfe mit der Zeit spröde werden und reißen, sind die Terracotta Behälter haltbarer. Die Töpfe sind robust und stabil, trotzen Wärme und Kälte ebenso wie nassem oder trockenem Wetter. Dadurch können die Töpfe immer wieder verwenden werden. Dies gilt für den Außen- wie auch für den Innenbereich. Durch Witterung und Gießwasser gibt es mit der Zeit den optischen Nebeneffekt, dass sich eine individuelle Patina an dem Topf bilden kann, die ihn auf natürliche Weise zu einem echten Unikat macht.

Die richtige Pflege für Ihren Terracotta Topf

Wer diese Patina jedoch nicht mag oder Sie direkt vermeiden will, hat verschiedene Möglichkeiten:

Die Patina, das Resultat von so genannten Kalkausblühungen des Kalkes, der über das Gießwasser an den Topf gelangt, kann einfach entfernt werden. Hierzu müssen Sie Ihre Terracotta Gefäße in eine Lösung aus Wasser und Essigessenz geben (Verhältnis 20:1). Danach lassen sich die Kalkablagerungen mit einer Bürste entfernen. Eine weitere Möglichkeit ist die Imprägnierung der Töpfe. So wird verhindert, dass sich eine Patina an Ihren neuen Töpfen überhaupt ausbilden kann.